Nachhaltigkeitsvisitenkarte für Unternehmen: WVS und Lammers berichten vor Unternehmern

Auf gute Resonanz stieß eine gemeinsame Informationsveranstaltung der WVS zusammen mit der Fa. Lammers in Rheine, die  in den letzten Monaten verschiedene Audits zur Erlangung einer „Nachhaltigkeitsvisitenkarte nach DNK-Einordnung“ durchlaufen hat. „Es ist an der Zeit umzudenken. Wir wollen global denken und lokal handeln. Dabei unterstützen wir Politik, Verwaltung, Unternehmen und Unternehmer“, so Thomas Kubendorff, Landrat a.D. und Botschafter von „LAG 21 – Netzwerk Nachhaltigkeit NRW“. Thomas Kubendorff, der bereits seit einigen Jahren in verantwortlicher Position bei der LAG 21 engagiert ist, berichtete von Entwicklungszielen, Unterzielen und Indikatoren, die durch die Vereinten Nationen festgelegt und fortgeschrieben werden. Für das Land NRW ergeben sich hieraus 19 Handlungsfelder, die im Rahmen einer NRW-Nachhaltigkeitsstrategie alle vier Jahre aktualisiert werden. „Was bedeutet das konkret für mein Unternehmen? Welche Bedeutung hat nachhaltiges Handeln für die heimische Wirtschaft?“. Die Antworten hierzu gab Dr. Martin Hellwig vom Institut für Nachhaltigkeitsbildung. Dieser hat Lammers auch bei der Umsetzung der Anforderungen zur Erlangung der „Nachhaltigkeitsvisitenkarte“ intensiv betreut. „Wenngleich die gesetzliche Berichtspflicht erst für Unternehmen ab 500 Mitarbeiter und mind. 30 Mio. Euro gilt, so stellen wir ein stark zunehmendes Interesse bei diesem Thema fest“, so Hellwig weiter. Drei Handlungsfelder tragen zur Nachhaltigkeit im Unternehmen bei: Ökonomie, Ökologie und Soziales. Somit geht es bei der „großen Überschrift Nachhaltigkeit“ mitnichten nur um ökologische Aspekte. Nachhaltigkeit wirkt sich durchaus positiv bei der Wirtschaftlichkeit von Unternehmen, der Mitarbeiter-Zufriedenheit, dem Image in der Gesellschaft und anderen Bereichen aus. „Auf der einen Seite stellen wir ein zunehmendes Interesse am Thema Nachhaltigkeit und auch an Möglichkeiten zur entsprechenden Zertifizierung fest. Auf der anderen Seite aber eben auch gewisse Hemmschwellen, da das Thema auf den ersten Blick doch sehr abstrakt und komplex wirkt“, erläuterte WVS-Geschäftsführer Werner Stegemann. „Wir haben uns zusammen mit Dr. Hellwig und Herrn Kubendorff daher entschieden, ein Pilotprojekt mit einem unserer Mitglieder zu starten und mit Lammers einen modernen und interessierten Betrieb hierfür gefunden“. Nach wenigen Monaten war das Ziel erreicht. Die Anforderungen der konkreten 20 Kriterien nach DNK-Standard konnten erfüllt und der Prozess erfolgreich beendet werden. Lisa Fier, Personalreferentin und mitverantwortliche Betreuerin des Projektes bei Lammers, kann sich gut an das erste Gespräch hierzu, die Anforderungen und Fortschritte erinnern. „Da wir bereits über verschiedenste Qualitäts-, Arbeitsschutz-, Produkt- und Marine-Klassifikationen verfügen, waren wir mit grundsätzlichen Abläufen natürlich vertraut“. Insofern mussten nicht alle geforderte Kennzahlen und Beschreibungen komplett neu erstellt werden. „Wir würden es auf jeden Fall nochmals machen“, so Fier abschließend.

 

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